Suchet der Stadt Bestes – die Luthergemeinde Zwickau nimmt seit 15 Jahren den Auftrag an
[7. Juni 2026] Mit Unterstützung des Stadtrates Friedrich Hähner-Springmühl und der Oberbürgermeisterin Constance Arndt hat sich die Luthergemeinde Zwickau innerhalb der Ev.-Luth. Versöhnungskirchgemeinde Zwickau – Planitz – Oberes Pleißental für das Label „Kirche-die-weiter-geht“ beworben. „Es gibt so viel Inspirierendes, wo Kirche in unserer Evangelisch-Lutherischen Landeskirche bereits schon mit frischen Ideen an vielen Orten weiter geht.“ Diese Ideen werden durch das Label „Kirche-die-weiter-geht“ sichtbar gemacht und als mögliche Inspiration für andere.
Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel und sein Team würdigen mit der Verleihung des Labels die Arbeit der gesamten Luthergemeinde Zwickau. Im Bewilligungstext heißt es:
„Wir freuen uns über die anhaltende Entwicklung der Kirchgemeinde hinein in das sozialräumliche Umfeld. Inzwischen ist ein dichtes Netz von Projekten, Aktivitäten und in ihnen engagierten Haupt- und Ehrenamtlichen entstanden, auf das auch die Kommunalpolitik anerkennend aufmerksam geworden ist. In der Unterstützung durch Fördermittel wird das handfest greifbar. Besonders hervorzuheben ist die intensive geistliche Durcharbeitung des gemeindlichen Auftrages, der kirchliche Arbeitsformen hat reifen lassen, die zukunftsweisend sind. Das Motto „ ... den Bahnhofsvorstädtern ein Bahnhofsvorstädter sein.“ unterstreicht, wie eng christliche Lebenshaltung, entsprechende Prinzipien der Gemeindeleitung und der Personalführung sowie die Zivilgesellschaft im Umfeld der Lutherkirche miteinander verwoben sind. In den Projekten mit sozialräumlicher Orientierung wird das für die ganze Stadtgesellschaft sichtbar.“
Das Label wurde am Sonntag, 7. Juni 2026, im Rahmen eines Gottesdienstes in der Lutherkirche durch Kirchenrat Lüder Laskowski und Pfr. Roland Kutsche überreicht. In seiner Predigt im Rahmen der Predigtreihe „Wie weit geht unser Glaube“ zur Apostelgeschichte erkannte Lüder Laskowski in dem Handeln der ersten Gemeinde damals eine „verschärfte und klarere Sicht auf das Evangelium, nämliche eine radikale Nachfolge Jesu. Jesus, der den Menschen in die Augen geschaut hat und gefragt hat: Was kann ich dir tun? Damit wird das Evangelium sichtbar. Der höchste und heiligste Glaube kann sich nicht entfalten, wenn wir die soziale Not übersehen. Glaube ist ganzheitlich und ergreift uns ganz.“ Im Blick auf die Luthergemeinde Zwickau würdigte er die enge Verbindung von Glaube und Tat, die in der Luthergemeinde authentisch gelebt und für die Menschen im Stadtteil sichtbar wird.
Die Zwickauer Oberbürgermeisterin Constance Arndt bekannte sich in ihrer Würdigung der Gemeinde als ehemalige Bahnhofvorstädterin und stellte die Aufwertung des Stadtteils durch viele bauliche Maßnahmen der Stadt hervor. Das Leben in den Stadtteil bringen solche Projekte wie die der Luthergemeinde. Die Ergebnisse der jahrelangen Arbeit der Luthergemeinde im Stadtteil sind spürbar, merkbar und sichtbar.
Als Oberbürgermeisterin macht es sie froh, weil ein solches Engagement einer gesamten Kirchgemeinde eine Stadt resilienter und lebenswerter macht. Neben der Arbeit des Stadtteiltreffs „lebens.raum“ und den Spielplatzeinsätzen betonte sie auch die Wichtigkeit der Arbeit der Kleiderkammer Zwickau, die neben Kleidung und Hausrat auch ein Ort der Heimat für die Besucher ist.
Andreas Körnich
Bilder: © 2026. Matthias Klemm. Noah Körnich