„Licht in der Finsternis“ – Heilig Abend Gottesdienst
[24. Dezember 2025] Der Weihnachtsgottesdienst war in diesem Jahr für uns etwas ganz Besonderes – denn es war der erste Weihnachtsgottesdienst, den wir als Familie gemeinsam feiern durften. Schon beim Eintreten in die Kirche war für uns spürbar: Dieser Abend würde uns tief im Herzen berühren.
Zum ersten Mal eröffnete ein gemischter Weihnachtschor aus Gemeindemitgliedern den Gottesdienst. Mit viel Freude und Hingabe erfüllten Stimmen und Musik das Kirchenschiff, dass bis auf den letzten Platz gefüllt war, selbst auf der Empore fanden viele Gäste ihren Platz. Damit alle gut sehen konnten, wurde das Krippenspiel per Beamer auch an die Kirchenwand projiziert.
Nach Chor und Lobpreis hörten wir die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium – vertraut und doch immer wieder bewegend.
Anschließend folgte ein wunderschönes Verkündigungsspiel, das von einem Kinder-Engelchor begleitet wurde: Ein „blinder“ Großvater erzählte seinen Enkelinnen von einem Krippenspiel, das ihm geholfen hatte, seinen Schmerz über die eigene Blindheit loszulassen. Er berichtete von Samuel, einem blinden Mann, der an einer Wegkreuzung saß und allen den Weg wies, obwohl er ihn selbst nie gesehen hatte, und doch immer wieder zurückgelassen wurde – bis sich schließlich ein Legionär erbarmte und ihn zum Jesuskind nach Bethlehem brachte.
Am Ende stand der Großvater mit einer Kerze in der dunklen Kirche und gab seinen Enkelinnen einen einfachen, tröstlichen Rat mit auf den Weg: Wenn ihr traurig, einsam oder verzweifelt seid, setzt euch mit einer Kerze ins Dunkel und sagt: „Jesus, du bist das Licht in der Finsternis.“
Diese Worte, die Musik und die besondere Atmosphäre gingen bestimmt nicht nur uns unter die Haut und ließen einige Augen feucht werden. Erfüllt verließen wir die Kirche, durften am Ausgang ein kleines Weihnachtsgeschenk – und vor allem ein helles Licht im Herzen – mitnehmen.
Susi Franze
Bilder: © 2025. Matthias Klemm