Unser Jahresthema 2026:
„Ein von Gott erfülltes Leben führen.“
„Ich habe in meinem Leben herausgefunden, dass die Sehnsucht die einzig ehrliche Eigenschaft des Menschen ist“, schrieb der Philosoph Ernst Bloch anlässlich seines 90. Geburtstages.

Denn in allen Bereichen unseres Lebens, in denen, die wir positiv bewerten, wie auch in denen, die wir eher negativ sehen, sind wir in der Lage uns selbst und andere zu belügen.
Liebe, Höflichkeit, Anerkennung, Lob, Tadel, Freude kann geheuchelt und geschwindelt sein.
Bei der Sehnsucht funktioniert das nicht. Sie lässt Lüge nicht zu.
Sie KANN nur echt sein und sie betrifft in ihren vielen Schattierungen jeden von uns. Gerade wurden wir beschenkt, da wollen wir schon MEHR, gerade haben wir Liebe erfahren, da beginnen wir an ihrer Echtheit zu zweifeln. Sehnsucht ist ein Antrieb, der uns nicht still bleiben lässt, der uns im Negativen aber auch im Positiven in Bewegung setzt.
„Alles beginnt mit der Sehnsucht“ – dieses Lied von Siegfried Fietz umschreibt diese Bewegung relativ gut. Menschliches Sehnen brachte großartige Erfindungen hervor, legte den Grund für Erweckungsbewegungen und soziale Errungenschaften. Sehnsucht holte Menschen vom hohen Ross oder führte sie an die Spitze von Erneuerungsbewegungen, wie es der „Traum“ Martin Luther Kings tat.
Gott kennt unsere Sehnsucht. Gott hat selbst Sehnsucht! Er sehnt sich nach einer innigen Gemeinschaft mit uns Menschen. Deshalb schickt er seinen Sohn auf diese Erde.
Jesus bietet nicht an, uns unsere Sehnsüchte wegzunehmen, er geht viel weiter, er möchte uns „füllen“, ein für alle Mal voll machen mit Zufriedenheit, Liebe und Vollmacht.
Er bietet erfülltes Leben als Geschenk an. Er erwartet keine Anstrengungen von mir, keine Gegenleistung außer der, dass wir unser Herz öffnen.
Angesichts einer Welt voller Sehnsüchte dürfen wir Christen das nicht für uns behalten.
Wenn Sehnsucht der Beweggrund für Veränderungen war und ist, dann darf sie das auch heute noch sein. Gott beruft uns als seine „Sehnsuchtsboten“, als Menschen, die ihren Mitmenschen auf der einen Seite von der Sehnsucht Gottes erzählen und auf der anderen Seite durch ihr Leben bezeugen, dass Jesus in der Lage ist, die Sehnsucht in unseren Herzen zu füllen.
Deshalb stellen wir das Jahr 2026 unter das Jahresthema „ER.füllt“.
Wir tun es, weil wir aus eigenem Erleben wissen, dass Jesus uns füllen kann und will.
Vom 9. bis 12. September laden wir deshalb Menschen voller Sehnsucht in unser „Wohnzimmer“, die Lutherkirche ein, um ihnen zu ermöglichen, sich von Jesus (neu) füllen zu lassen.
Diese Woche bereiten wir gemeinsam vor und Sie sind herzlich eingeladen, dabei mitzutun.
Natürlich ist unsere ER.füllt-Woche im September ein Highlight – aber so wie die Sehnsucht jeden Tag präsent ist, will es Jesus auch sein.
Wenn wir von ihm gefüllt sind, dann möchten wir auch von ihm her ständig überfließen, nicht nur 2026, aber da besonders.
Pfr. i.R. Jens Buschbeck




